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Vermandois

  • historische Region in Frankreich
  • ehemalige Grafschaft
  • Teil der Picardie
  • historical region in France
  • former county
  • part of the Picardy
Übersicht – Contents:

 

Flagge – Flag:

Flagge Fahne flag drapeau Vermandois Flagge der Grafschaft Vermandois – flag of the County of Vermandois – Drapeau de Comté de Vermandois,
Quelle/Source, nach/by: Wikipedia (FR)

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Bedeutung/Ursprung der Flagge: Meaning/Origin of the Flag:
Die Flagge von Vermandois ist eine Wappenflagge, ihr Design gibt das Bild des Wappens der Grafen von Vermandois wieder. The flag of Vermandois is a scutcheon flag, its design displays the image of the coat of arms of the Counts of Vermandois.
Quelle/Source: Volker Preuß
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Wappen – Coat of arms:
Wappen arms crest blason Nivernais bis/to 1077,
Wappen der Grafschaft Vermandois – coat of arms of the County of Vermandois – Drapeau de Comté de Vermandois,
Quelle/Source, nach/by: Wikipedia (FR)
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Bedeutung/Ursprung des Wappens: Meaning/Origin of the Coat of Arms:
Das Wappens von Vermandois ist geschacht zwischen Gold und Blau. The coat of arms of Vermandois is checkerboarded between gold and blue.
Quelle/Source: Volker Preuß
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Die Regionen:
Die historischen, französischen Regionen – The historical, french Regions

in Schwarz: Provinz und Gouvernement im Jahre 1776, in Rot: ehemalige Grafschaft, Provinz oder Gouvernement
– in black: governorate and province in 1776, in red: former county, province oder governorate
Landkarte/Map: Volker Preuß
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Erläuterungen zu den Regionen Explanation about the Regions
Die bis zur Französischen Revolution bestehenden Provinzen (bzw. Gouvernements) waren historisch gewachsene Gebilde, die sich oft aus ehemaligen Lehensgebieten der französischen Krone, historischen Grafschaften und Herzogtümern heraus entwickelt hatten, oft über hunderte von Jahren bestanden und Regionalität (kulturelle Besonderheiten und regionale Sprachen) bewahrt hatten. Der Französischen Revolution waren solche Erscheinungen natürlich nicht erwünscht, und im Rahmen ihrer blutigen und gewalttätigen Gleichmacherei wurden jegliche regionale Bezüge ausgemerzt. Kurz nach der Revolution wurden die Provinzen aufgelöst und Frankreich in viele kleine Départements aufgeteilt, die annähernd gleich groß sein und den gleichen Status haben sollten, gesteuert über Präfekte der Zentralverwaltung in Paris. Benannt wurden die Départements nach Flüssen oder Gebirgen, um auf keinen Fall den Namen einer der alten Provinz zu verwenden. Es gelang jedoch nicht, die Verbindungen der Einwohner Frankreichs zu ihrer jeweiligen historisch gewachsenen Region abzuschneiden, so dass im Jahre 1960 wieder Regionen geschaffen wurden. Von wirklicher Eigenverantwortung kann dabei kaum die Rede sein. Die Regionen sollen lediglich die wirtschaftliche, soziale, gesundheitliche, kulturelle und wissenschaftliche Entwicklung der Region fördern, Wohnraum und Wohnverhältnisse im Auge behalten und bei bestimmten Themen unterstützen, z. B. bei: Städtebaupolitik, Stadtsanierung, Regionalplanung, Bewahrung der regionalen Identität und Förderung der Regionalsprachen. Bei der Bildung der Regionen wurden Départements, die in einer bestimmten historischen Provinz lagen, zu einer historisch oft gleichnamigen Region administrativ zusammengefasst. Die dabei entstandenen Gebilde deckten sich nur annähernd mit den Grenzen historischer Provinzen. Im streng zentralistischen Frankreich wird jedoch jedwede verantwortliche Regionalität vermieden. Die Regionen haben noch nicht mal eigene Siegel, mit denen eigene rechtsverbindliche Beschlüsse gekennzeichnet werden könnten. So etwas ist gar nicht vorgesehen. Von daher ist alles, was Wappen oder Flaggen angeht absolut ohne Belang. Die Logos der Regionen werden allgemein verwendet, dabei auch schon mal farblich umgekehrt und auch beliebig auf Flaggen oder Bannern platziert. Regeln gibt es keine, es sind keine offiziellen Symbole. Die Logos und Flaggen der Regionen sehen darum oft aus wie Firmenlogos, lieblos, unhistorisch, technokratisch und modernistisch. Darum gibt es den meisten dieser Regionen es eine Art von inoffiziellen Wappenflaggen, die an historische heraldische Vorbilder erinnern sollen. Diese haben aber lediglich schmückenden Charakter und sind kein Symbol hoheitlicher Aufgaben. Die 1960 angelegten Regionen wurden 2014 sogar in Frage gestellt und eine Gebietsreform beschlossen – zentral von Paris aus – welche die Anzahl der Regionen durch Fusionen auf fast die Hälfte verringerte. Die Regionen und ihre Organe wurden dazu noch nicht mal gefragt. The provinces (or governorates) that existed until the French Revolution were historically grown entities that had often developed from former fiefdoms of the French crown, historical counties and duchies, often existed for hundreds of years and had preserved regional characteristics (cultural peculiarities and regional languages).

Such phenomena were naturally undesirable to the French Revolution, and in the context of its bloody and violent egalitarianism, all regional references were eradicated. Shortly after the Revolution, the provinces were dissolved and France was divided into many small départements, which were to be approximately the same size and have the same status, controlled by prefects of the central administration in Paris. The departments were named after rivers or mountains so as not to use the names of any of the old provinces.

However, it was not possible to sever the ties between the inhabitants of France and their respective historically grown regions, so that in 1960 regions were created again. There can hardly be said to be any real autonomy. The regions are only supposed to promote the economic, social, health, cultural and scientific development of the region, keep an eye on housing and living conditions, and provide support in some areas, e.g. urban development policy, urban regeneration, regional planning, preservation of regional identity and promotion of regional languages.

When the regions were formed, departments located in a particular historical province were administratively grouped together into a region that often had the same historical name. The resulting entities only roughly corresponded to the boundaries of historical provinces. In strictly centralised France, however, any form of responsible regionalism is avoided. The regions do not even have their own seals with which to mark their own legally binding decisions, because there are no plans to introduce such a thing.

Therefore, anything to do with coats of arms or flags is completely irrelevant. The logos of the regions are used generally, sometimes with the colours reversed and placed arbitrarily on flags or banners. There are no rules, as they are not official symbols. The logos and flags of the regions therefore often look like company logos: Unloving, unhistorical, technocratic and modernistic.

That is why most of these regions have a kind of unofficial heraldic flag, which is intended to recall historical heraldic models.
However, these are merely decorative in nature and are not a symbol of sovereign functions. The regions created in 1960 were even called into question in 2014, and a territorial reform was decided – centrally from Paris – which reduced the number of regions by almost half through mergers. The regions and their institutions were not even consulted on this matter.
Wikipedia-Link zu den Regionen Frankreichs: hier klicken
FOTW-Link zu den Regionen Frankreichs: hier klicken
Wikipedia Link to the regions of France: click here
FOTW Link to the regions of France: click here
Quelle/Source: Flags of the World, Wikipedia (D), Volker Preuß
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Geschichte:
Antike · Besiedlung durch den Keltischen Stamm der Viromanden
55 v.Chr. · Römische Eroberung
3. Jahrhundert n.Chr. · Besiedlung durch Franken
481–843 · zum Frankenreich
9. Jhd. · Bildung der Viromandesischen Grafschaft (lat. comitatus Viromandensis), den Nachkommen des Grafen Bernhard aus der Linie der älteren Karolinger zum Lehen gegeben
880 · Vertrag von Verdun und Ribbemont, bei der Teilung des Frankenreiches kommt die Viromandesische Grafschaft an das Westfränkische Reich (Frankreich)
902 · Graf Heribert I. wird im Auftrag des Grafen von Flandern ermordet
902–943 · Herrschaft von Heribert II., Sohn von Heribert I., Ausbau und Erweiterung der Herrschaft, Inhaftierung des Königs von Frankreich (Karl der Einfältige)
946 · die Champagne, jetzt aus den Grafschaften Troyes und Meaux bestehend, wird als Lehen an die Grafen von Vermandois gegeben (bis 1019)
1076 · Heribert IV. erhält zusätzlich die Grafschaft Valois durch Heirat der Erbtochter des Grafen Rudolf III. von Valois
ca. 1077 · Tod von Heribert IV., das Erbe geht durch Heirat seiner Tochter Adélaide mit dem Hugo, Bruder des französischen Königs Philipp I. an das Haus der Kapetinger
1102 · Tod von Hugo von Vermandois in Tarsus, das Erbe geht an den Sohn Graf Rudolf I. (Raoul), der Alix von Guyenne, die Schwester von Eleonore von Aquitanien heiratet, und bis 1152 regiert, er hinterlässt drei Kinder: Raoul II. (Graf von 1152–1167), Eleonore, und Mabile, welche 1167–1183 die Grafschaften Vermandois, Valois und Amiens mit ihrem Ehemann Philipp von Elsass besitzt
1183–1191 · Herrschaft von Graf Philipp von Elsass
1191 · Tod von Philipp, das Erbe geht an Eleonore, der französische König übernimmt West-Vermandois, Eleonore erhält als Gräfin von Saint-Quentin das Ost-Vermandois
1214 · Eleonore verzichtet zu Gunsten des französischen Königs, die Grafschaft fällt vollständig an die Krone
1576 · Vermandois wird zum Herzogtum erhoben
1683 · Tod von Ludwig von Bourbon (Sohn von Ludwig XIV.), der Titel Herzog von Vermandois erlischt, das Lehen geht an die Familie Bourbon-Conde, das Land wird später der königlichen Provinz Picardie angeschlossen
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History:
antiquity · settlement by the Celtic tribe of the Viromands
55 B.C. · Roman conquest
3rd century A.D. · settlement by Franks
481–843 · to the Frankish Empire
9th century · formation of the Viromandesian County (Latin: comitatus viromandensis), as fiefdom under the rule of the descendants of Count Bernhard of of the line of the Earlier Carolingians
880 · Treaty of Verdun and Ribbemont, at the division of the Frankish Empire the Viromandesian County comes to the West Frankish Kingdom (France)
902 · Count Heribert I. was murdered by order of the Count of Flanders
902–943 · reign of Heribert II., son of Heribert I., expansion and extension of the reign, imprisonment of the King of France (Charles the Simple)
946 · the Champagne, now consisting of the Counties of Troyes and Meaux, is given as a fief to the Counts of Vermandois (to 1019)
1076 · Heribert IV. receives by marriage with the heiress of Count Rudolf III. the County of Valois
ca 1077 · death of Heribert IV., the legacy comes through his daughter's (Adélaide) marriage to Hugo, the brother of the French King Philip I, out of the House of Capet
1102 · death of Hugo of Vermandois in Tarsus, the inheritance goes to the son Count Rudolf I. (Raoul), who married Alix of Guyenne, the sister of Eleanor of Aquitaine, rule until 1152 , he leaves three children: Raoul II. (Count from 1152 to 1167), Eleonore, and Mabile, who ruled over the counties of Vermandois, Valois and Amiens between 1167 and 1183 together with her husband Philip of Alsace
1183–1191 · reign of Count Philip of Alsace
1191 · death of Philip, the inheritance goes to Eleanor, the French King takes over Western Vermandois, Eleanor receives as Countess of Saint- Quentin  the Eastern Vermandois
1214 · Eleonore waives in favor of the French King, the county falls entirely to the crown
1576 · Vermandois is conveyed to a duchy
1683 · death of Louis of Bourbon (son of Louis XIV.), the title of the Duke of Vermandois extincts, the fief goes to the family of Bourbon-Conde, the country is later connected to the royal province of Picardy
Quelle/Source: Wikipedia (D), Brockhaus Konversationslexikon, Meyers Konversationslexikon
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Ursprung des Landesnamens: Origin of the Country's Name:
Der Name "Vermandois" geht auf den keltischen Stamm der Viromanden zurück, der früher hier lebte. Im 9. Jahrhundert wurde die Viromandesischen Grafschaft (lat. comitatus Viromandensis) gegründet, deren Namen später zu "Vermandois" verkürzt wurde. The name "Vermandois" goes back to the Celtic tribe of the Viromands, who formerly lived here. In the 9th century was formed the Viromandesian County (Latin: comitatus viromandensis), the name was later shortened to "Vermandois".
Quelle/Source: Wikipedia (D)
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